
Auf der Druckfläche verzeihen hitzeempfindliche Materialien keine konventionellen UV-Systeme. Das Infrarotlicht der Lampen führt dazu, dass das Substrat verzerrt wird – es entstehen schwache Haftungen sowie unregelmäßige Glanzwerte. Man versucht zwar, eine vollständige Aushärtung ohne Verformungen zu erreichen, doch jedes Durchlaufen der Lampe bedeutet wieder einen Versuch, Material zu verschwenden.
Wir haben diese UV-Aushärtungslampe so konzipiert, dass sie eine kontrollierte Spektralstrahlung abgibt und das Infrarotlicht auf ein Minimum beschränkt wird. Der Quecksilberdampflichtquell wird durch eine Dichroikbeschichtung gefiltert, um das Infrarotlicht zu reduzieren – dabei bleiben die Wellenlängen von 365 nm und 385 nm erhalten, die für die Aktivierung der Photoinitiatoren in den meisten UV-Tinten benötigt werden. Die maximale Strahlungsintensität am Substrat liegt bei 600–1200 mW/cm² – dies hängt von der Druckgeschwindigkeit und der Dicke der Tintenschicht ab. Die Geometrie des Reflektors sorgt dafür, dass die Energie gleichmäßig über die gesamte Druckbreite verteilt wird. Der betrieb ohne Ozon schützt den Arbeitsbereich und verringert die Wartungsaufwände für empfindliche Komponenten.
Bei hitzeempfindlichen Substraten ist es wichtig, genügend UV-Energie zur Aktivierung der Photoinitiatoren zu haben – aber nicht so viel Infrarotlicht, dass das Substrat verformt wird. Die Lampe arbeitet kühl am Substrat, sodass eine vollständige Aushärtung bei höheren Druckgeschwindigkeiten möglich ist – ohne Verformungen oder Probleme mit der Haftung. So kann man stabile Ergebnisse bei PET-Materialien, dünnen Folien, thermischen Laminaten und beschichteten Papieren erzielen. Das Spektrum der Lampe entspricht den Eigenschaften der üblichen Photoinitiatoren – dadurch wird eine gleichmäßige Aushärtung ohne Verbrennung der Oberfläche gewährleistet. Der Energieverbrauch sinkt, da das System nur die richtigen Wellenlängen nutzt und keine Energie verschwendet wird. Unsere Lampen funktionieren bereits nach mehr als 5.000 Stunden noch zu mindestens 95 % ihrer ursprünglichen Leistung – gemessen anhand von Daten eines Spektralradiometers.
Die Installation ist einfach – doch eine gute Wärmeableitung ist unerlässlich. Die Lampe muss perfekt mit dem Reflektor, dem Ballast sowie dem Schalter kombiniert werden. Falsch ausgewählte Optiken führen dazu, dass die Energie ungleichmäßig verteilt wird und die Spektralkurve beeinträchtigt wird. Stellen Sie sicher, dass die Lampenkomponenten kompatibel mit Ihrem Drucksystem sind – außerdem sollten Sie den Luftstrom überwachen, damit Lampen und Substrat innerhalb des optimalen Temperaturbereichs bleiben.
Überwachen Sie die Strahlungsintensität am Substrat mit einem kalibrierten Radiometer und dokumentieren Sie diese Werte, um eine konstante Qualität über verschiedene Schichten hinweg zu gewährleisten.